Die Flötistin Dóra Seres brilliert auf ihrer neuen CD mit Niccolò Paganinis 24 Capricen op. 1

Es sind Bravourstücke, die das Publikum in Erstaunen versetzen und Etüden, die Instrumentalisten schwitzen lassen – die 24 Capricen op. 1 von Niccolò Paganini. Auf der neuen CD von Dóra Seres (Hungaroton, VÖ 30.01.2013) scheint der Zyklus über den technischen Höchstschwierigkeiten zu schweben. Die Gewinnerin von Young Concert A­­rtists New York entlockt ihrer 18 Karat Muramatsu-Querflöte eine große dynamische Bandbreite, einen dunklen, runden Ton und spielt mit außergewöhnlichen Klangeffekten. Die Besonderheiten der Violine, die Mischung aus unterschiedlicher Bogenführung, Pizzicato und Flageoletts, setzt sie meisterhaft auf der Flöte um. Dabei verleiht sie den Kompositionen eine brillante Leichtigkeit.
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Inspiriert hat Dóra Seres die Aufnahme der Capricen von dem Geiger Michael Rabin, dessen Interpretation sich nicht nur auf die tadellose Beherrschung der Technik reduziert. Erst die Suche nach der Charakteristik jedes einzelnen Miniaturstückes macht den Reiz der Capricen aus. Für ihre Einspielung wählte Dóra Seres die Ausgabe, die der Geiger Ruggiero Ricci verwendete und passte sie der Querflöte an. Dabei schöpfte sie die Möglichkeiten ihres Instrumentes vollkommen aus und erarbeitete eine eigene Version, die nahezu der Originalfassung für Violine entspricht und dadurch den technischen Anspruch älterer Flötenausgaben weit übertrifft.

Derzeit ist Dóra Seres Soloflötistin beim Danish Radio Chamber Orchestra sowie Mitglied beim dänischen Bläserquintett CARION und dem Kube Ensemble in Kopenhagen. Geboren im Ungarischen Szombathely, studierte sie von 1998 bis 2002 an der Franz Liszt Musikakademie bei Prof. Lorant Kovacs und setzte ihr Studium anschließend an der Hochschule für Musik und Theater in München bei Prof. Andras Adorjan fort. Meisterkurse besuchte sie bei Emmanuel Pahud, Auréle Nicolet, William Bennett und Paula Robison. In der New York Times ist zu lesen: „Seres ist eine eindrucksvolle Künstlerin mit ansprechend warmem Ton und bewundernswerter klarer und lyrischer Schönheit.“

Dóra Seres gewann 2003 das Europäische Finale von Young Concert Artists in Leipzig sowie das Internationale Finale in New York. Dies ermöglichte ihr Konzerte in der Carnegie Hall, dem Kennedy Center und dem Lincoln Center mit dem St. Luke Orchestra. Ausgezeichnet mit ersten Preisen wurde sie bei den internationalen Flötenwettbewerben in Budapest (2003), Prag (Prager Frühling Wettbewerb, 2001) und im Rahmen der Internationalen Sommerakademie “Prag-Wien-Budapest” (1999). Zudem ist sie u.a. Preisträgerin beim Internationalen Flötenwettbewerb in Markneukirchen (2002) und beim Kammermusikwettbewerb in Graz „Franz Schubert und die Musik der Moderne“, gemeinsam mit Ihrer Kammermusikpartnerin, der Pianistin Emese Mali (2003). In drei aufeinanderfolgenden Jahren erhielt sie das Annie Fischer Stipendium, welches mehrere Konzerte in Ungarn und im Ausland beinhaltete. 2005 wurde sie mit dem Ungarischen Musikpreis geehrte.

Dóra Seres konzertiert weltweit und spielte u.a. im Kensington Palace in London sowie in Konzerthäusern in Nordamerika, Europa und Asien. Das International Marlboro Music Festival lud die Flötistin 2005 und 2006 nach Vermont ein. Als Solistin trat sie u.a. mit dem Hungarian Radio Orchestra, Danish Radio Chamber Orchestra und dem MÁV Symphony Orchestra auf.

Ihre erste CD  „Flautissimo“ veröffentlichte Dóra Seres im Dezember 2004 beim Label Hungaroton. Dafür spielte sie zusammen mit der Pianistin Emese Mali Werke von Mouquet, Liebermann, Feld, Francaix, Damase und Dohnayi ein.


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Paganini – 24 Caprices op. 1
Dóra Seres, Flute
Hungaroton
HCD 32724
Total: 78’03

 

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